Hier erkläre ich wichtige Begriffe rund um Dividenden-Investing verständlich: Was ist Yield (Dividendenrendite)? Einstandskurs? Quellensteuer? Und vieles mehr – praxisnah für Einsteiger und Fortgeschrittene. Schreibt mir einfach bei Instagram, per E-Mail oder in die Kommentare, was ihr noch wissen möchtet – ich ergänze es dann gerne mit euren Fragen! 😊

Yield (Dividendenrendite)

Die Yield zeigt dir, wie viel Prozent einer Aktie jedes Jahr als Dividende „hergibt“ – bezogen auf den Preis, den du bezahlt hast. Einfach gesagt: Dein Dividendenertrag in Prozent.

Beispiel Target (meine Daten):

Ich habe Target-Aktien für 88,41 € gekauft. Pro Aktie bekomme ich 3,88 € Dividende pro Jahr (4 × 0,97 €)

Yield = 3,88 € ÷ 88,41 € = 4,39%

→ Auf jeden 100 € investiert, kommen 4,39 € Dividende jährlich zurück.

Merke: Sinkt der Kurs, steigt die Yield (bei gleicher Dividende) – deswegen liebe ich sie für meine Strategie!

YoY (Year-over-Year / Vorjahresvergleich)

Die Abkürzung YoY steht für Year-over-Year (Vorjahresvergleich). Dabei wird eine Kennzahl (z. B. der Umsatz) direkt mit dem exakt gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen. Der große Vorteil: Saisonale Schwankungen werden herausgefiltert, wodurch der echte Wachstumstrend sichtbar wird.

Beispiel Bunzl:

Im Jahr 2024 betrug der Umsatz von Bunzl 11,79 Mrd. £. Im Jahr 2025 stieg dieser auf 11,85 Mrd. £.

YoY-Wachstum = (11,85 £ – 11,79 £) ÷ 11,79 £ = +0,51 %

→Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz also um 0,51 % gewachsen.

Merke: Ein YoY-Vergleich ist viel aussagekräftiger als der Vergleich zum Vormonat, da er zeigt, wie sich das Unternehmen unter den gleichen saisonalen Bedingungen entwickelt hat – deswegen ist er für meine Analyse unverzichtbar!

CAGR (Compound Annual Growth Rate / durchschnittliche jährliche Wachstumsrate)

Die CAGR zeigt dir die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate über einen bestimmten Zeitraum. Im Gegensatz zum einfachen Durchschnitt berücksichtigt sie den Zinseszinseffekt und glättet Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren. Einfach gesagt: Wie stark ist eine Kennzahl pro Jahr im Schnitt gewachsen?

Beispiel Bunzl:

Der Umsatz von Bunzl stieg von 10,11 Mrd. £ (im Jahr 2020) auf 11,85 Mrd. £ (im Jahr 2025). Das ist ein Zeitraum von 5 Jahren.

CAGR = ((11,85 £ / 11,11 £) hoch (1/5)-1) = 3,23%

→In den letzten 5 Jahren ist der Umsatz von Bunzl also um durchschnittlich 3,23 % pro Jahr gewachsen.

Merke: Die CAGR ist die ehrlichste Kennzahl, um langfristiges Wachstum zu bewerten, da sie kurzfristige Ausreißer (wie das Ausnahmejahr 2022) neutralisiert – ein Muss für jeden Qualitätsinvestor!

Dividenden-Aristokrat

Als Dividenden-Aristokrat bezeichnet man Unternehmen, die über Jahrzehnte hinweg bewiesen haben, dass sie finanziell extrem stabil aufgestellt sind. Dieser Titel gilt als Qualitätssiegel für eine besonders verlässliche Ausschüttungspolitik.

Die zwei goldenen Regeln eines Aristokrats:

Kontinuierliche Auszahlung: Das Unternehmen zahlt seit mindestens 25 Jahren in Folge ohne Unterbrechung eine Dividende an seine Aktionäre.

Jährliche Steigerung: Die Dividende wurde seit mindestens 25 Jahren in Folge jedes Jahr erhöht. Es gab in diesem Zeitraum kein einziges Jahr, in dem die Ausschüttung gesenkt oder nur stabil gehalten wurde.

Beispiel BAT:

British American Tobacco zahlt bereits seit 28 Jahren eine Dividende und hat diese in diesem Zeitraum jedes Jahr kontinuierlich gesteigert.

Dividenden-König

Als Dividenden-König bezeichnet man die absolute Elite unter den Dividenden-Aktien. Dieser Titel ist noch exklusiver als der des Aristokraten und steht für eine über ein halbes Jahrhundert bewiesene finanzielle Stabilität und operative Exzellenz.

Die zwei goldenen Regeln eines Königs:

Kontinuierliche Auszahlung: Das Unternehmen zahlt seit mindestens 50 Jahren in Folge ohne jede Unterbrechung eine Dividende an seine Aktionäre.

Jährliche Steigerung: Die Dividende wurde seit mindestens 50 Jahren in Folge jedes Jahr erhöht. Das bedeutet, das Unternehmen hat über fünf Jahrzehnte lang sämtliche Wirtschaftskrisen, Kriege und Marktumbrüche gemeistert, ohne die Serie der Erhöhungen reißen zu lassen..

Beispiel Stanley Balck & Decker:

Stanley Black & Decker zahlt bereits seit 148 Jahren eine Dividende und hat diese in den letzten 59 Jahren jedes Jahr kontinuierlich gesteigert.

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